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09.04.2026

München, 27. März 2026 – Wer in Europa eine Ferienunterkunft mit Lademöglichkeit für Elektroautos buchen möchte, zahlt im Durchschnitt fast 50 Prozent mehr. Doch es gibt sowohl beim Preis als auch bei der Verfügbarkeit regional große Unterschiede. In Südtirol ist fast jede vierte Unterkunft ausgestattet. In Deutschland liegt der Spreewald ganz vorne. Eine aktuelle Erhebung des führenden Auto Abo-Anbieters FINN zeigt, wie stark sich Urlaubsregionen in Deutschland und Europa auf die Bedürfnisse von E-Auto-Reisenden eingestellt haben. Untersucht wurden über 560.000 Angebote in 15 deutschen sowie 50 beliebten europäischen Destinationen mit Blick auf Ladeinfrastruktur direkt an der Unterkunft sowie die Parkplatzsituation.
Deutschland: Wer an der Unterkunft laden will, zahlt drauf
In Deutschland sind vor allem Natur- und Aktivregionen besser aufgestellt. Im Spreewald bieten 13,0 Prozent der Unterkünfte eine Lademöglichkeit, im Allgäu 11,8 Prozent und im Berchtesgadener Land 11,0 Prozent. Küstenregionen liegen deutlich zurück: Auf Usedom verfügen nur 2,0 Prozent über einen Ladepunkt, an der Ostsee 5,1 Prozent und an der Mecklenburgischen Seenplatte 5,5 Prozent.
Die Auswahl von Unterkünften mit einer Ladesäule macht sich auch im Preis bemerkbar: Besonders hohe Aufschläge fallen durchschnittlich demnach im Allgäu (+50,6 Prozent), auf Usedom (+49,0 Prozent) sowie in der Ostseeregion (+46,0 Prozent) an. Deutlich moderater fallen die Zuschläge im Spreewald (+6,8 Prozent), an der Mecklenburgischen Seenplatte (+21, Prozent) und am Bodensee (+21,8 Prozent) aus.
Europa: Südtirol macht es vor – Mittelmeer kassiert ab
Europaweit liegt Südtirol klar vorne. Dort verfügt fast jede vierte Unterkunft (24,1 Prozent) über eine Ladestation. Dahinter folgen Nordholland mit 20,0 Prozent sowie das Salzburger Land mit 18,4 Prozent. Klassische Sonnenziele liegen weit dahinter: Costa del Sol 1,8 Prozent, Dalmatien 2,1 Prozent und Andalusien 2,2 Prozent.
Gerade dort wird die Ausstattung zugleich besonders teuer. An der Costa del Sol steigen die Preise für Unterkünfte mit Ladestation um durchschnittlich 113,4 Prozent, an der Côte d’Azur um 112,8 Prozent und in Dalmatien um 109,0 Prozent. Einzelne Regionen zeigen jedoch das Gegenteil: Entlang der rumänischen Transfăgărășan-Straße (-6,6 Prozent), im Berner Oberland (-5,2 Prozent) und am Ijsselmeer (-2,7 Prozent) sind Unterkünfte mit Ladepunkt im Schnitt sogar günstiger.
Parkplätze vielerorts Standard – Spanien fällt durch
Wer keine Lademöglichkeit benötigt, ist in der Regel trotzdem auf einen Parkplatz direkt an der Unterkunft angewiesen: Über alle 65 untersuchten Regionen hinweg verfügen im Schnitt 86,3 Prozent der Unterkünfte über einen Parkplatz, deutsche Regionen liegen mit 90,4 Prozent sogar darüber. Besonders hoch ist die Verfügbarkeit entlang der Transfăgărășan-Route (99,3 Prozent), auf den Lofoten (97,9 Prozent) sowie im Riesengebirge und im Böhmerwald (jeweils 97,8 Prozent). Deutlich schwieriger wird die Suche dagegen in Spanien. Dort befinden sich alle drei Regionen mit dem niedrigsten Wert: Im Baskenland bieten nur 56,1 Prozent der Unterkünfte Parkmöglichkeiten, in Andalusien 56,7 Prozent und an der Costa del Sol 58,1 Prozent.
„Als Anbieter von Auto Abos begleiten wir Mobilität nicht nur bis zur Haustür, sondern bis ans Reiseziel. Die Analyse soll zeigen, wie planbar E-Mobilität im Urlaub wirklich ist und wo fehlende Infrastruktur aktuell noch zum entscheidenden Hindernis für den Umstieg wird. Die Ergebnisse zeigen, dass Ladeinfrastruktur im Tourismus vom Zusatzservice zum Standortfaktor wird. Regionen mit vielen Ladepunkten normalisieren die Preise und erleichtern die Reiseplanung erheblich. Wo das Angebot fehlt, wird E-Mobilität dagegen zum Premiumprodukt – mit entsprechendem Aufpreis und höherem Planungsaufwand für Reisende“, kommentiert Adrian Limbach-Smiatek, Pressesprecher bei FINN, die Untersuchung.
Die gesamten Ergebnisse finden Sie unter diesem Link:
www.finn.com/de-DE/studien/finn-autourlaub-report
Über die Untersuchung
Für die Untersuchung hat FINN die Kosten für Unterkünfte mit und ohne Aufladestation für Elektroautos in 50 beliebten internationalen sowie 15 deutschen Urlaubsdestinationen auf der Website Booking.com erfasst und miteinander verglichen. Dafür wurden die Preise von 113.364 Angeboten analysiert. Zudem wurde der Anteil der verfügbaren Unterkünfte mit Aufladestation für Elektroautos sowie mit Parkplatz untersucht. Dafür wurden insgesamt 564.034 Suchergebnisse ausgewertet.
Über FINN
FINN ist die unabhängige Plattform für Auto Abos von über 30 Marken. Mit wenigen Klicks ein Auto abonnieren, das in wenigen Tagen direkt vor die Haustür geliefert wird: FINN bietet einen Rundum-Sorglos-Service und kümmert sich um Versicherung, Finanzierung, Anmeldung, Steuern oder auch Wartung. Dazu unterstützt FINN zertifizierte Klimaschutzprojekte und kompensiert damit den CO2-Fußabdruck jedes Fahrzeuges aller Antriebsarten – von der Produktion bis hin zu jedem gefahrenen Kilometer.
FINN wurde 2019 in München gegründet. Die Mission: einen positiven Einfluss durch unkomplizierte Mobilität auf Menschen, Unternehmen und den Planeten nehmen.
Weitere Informationen: https://www.finn.com/
Pressekontakt FINN
Adrian Limbach-Smiatek
adrian.limbach-smiatek@finn.com