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Verbrenner oder Elektro: Der Vergleich

Die Entscheidung zwischen Elektroauto und Verbrenner ist 2026 komplexer denn je – und gleichzeitig so leicht wie noch nie. Die Preise für E-Autos sinken, die neue staatliche E-Auto-Förderung ist zurück, und viele laufende Kosten sprechen für den Stromer – in der Gesamtbetrachtung wird dieser Vorteil aktuell jedoch teilweise durch einen höheren Wertverlust relativiert. In diesem Vergleich zeigen wir dir, was wirklich günstiger ist: Verbrenner oder Elektro.

Frau schließt Autotür mit Laptop in der Hand.

Verbrenner oder Elektro: Unterschiede auf einen Blick

Bevor wir ins Detail gehen, hier die wichtigsten Unterschiede zwischen E-Auto und Verbrenner im direkten Vergleich:

MerkmalElektroautoVerbrenner

Antrieb

Elektromotor mit Batterie

Verbrennungsmotor (Otto/Diesel)

Energiekosten pro 100 km

ca. 6–8 € (Heimladen)

ca. 12–15 € (Benzin) / 10–12 € (Diesel)

Kfz-Steuer

bis zu 10 Jahre befreit bei Erstzulassung bis 31.12.2030 (max. bis 31.12.2035)

ca. 50–500 €/Jahr (je nach Hubraum & CO₂)

Wartungskosten/Jahr

ca. 200–600 €

ca. 500–1.000 €

Reichweite

ca. 300–600 km

ca. 600–1.000 km

CO₂-Emissionen (lokal)

0 g/km

ca. 100–200+ g/km

Förderung

1.500–6.000 € (Basisprämie 3.000 €, je nach Einkommen & Familie)

keine

Tankdauer/Ladedauer

20–45 Min. (Schnelllader) / 6–8 Std. (Wallbox)

3–5 Min.

Verbrenner oder Elektro: Kostenvergleich

Bei der Frage was günstiger ist, E-Auto oder Verbrenner, zählt nicht der Kaufpreis allein, sondern die Gesamtkosten über die gesamte Haltedauer. Die wichtigsten Vergleichspunkte:

  • Anschaffungskosten
  • Ladekosten vs. Kraftstoffkosten
  • Laufende Kosten
  • Wertverlust

Anschaffungskosten

E-Autos sind im Durchschnitt noch etwas teurer als vergleichbare Verbrenner, der Preisabstand ist jedoch stark gesunken. Laut dem Bochumer Center Automotive Research (CAR) lag der durchschnittliche Mehrpreis für E-Autos Ende 2025 bei nur noch rund 1.300 Euro – Anfang des Jahres waren es noch über  7.000 Euro.


Zusätzlich greift seit Januar 2026 die neue staatliche E-Auto-Förderung, die bei der Anschaffung von E-Autos den Preis senken kann:

  • Basisprämie: 3.000 € für reine E-Autos, 1.500 € für Plug-in-Hybride
  • Kinderbonus: +500 € pro Kind (max. 1.000 €)
  • Einkommensstaffelung: +1.000 € bei unter 60.000 € Haushaltseinkommen, weitere +1.000 € bei unter 45.000 €
  • Maximale Förderung: bis zu 6.000 € (BEV) bzw. 4.500 € (PHEV)

Schauen wir uns ein konkretes Beispiel für die Anschaffungskosten an: 

Ein VW ID.3 Neo startet bei ca. 33.995 €. Mit der maximalen Förderung von 6.000 € kann der effektive Preis in Einzelfällen bereits auf oder unter dem Niveau eines vergleichbaren Verbrenners liegen (zum Beispiel VW Golf mit Grundausstattung startet bei 29.395 €). 

Ladekosten vs. Kraftstoffkosten

Beim täglichen Fahren zeigt sich einer der größten Vorteile des E-Autos. Der typische Verbrauch eines Elektroautos liegt realistisch 15–18 kWh pro 100 km – bei einem MGS6 zum Beispiel bei 16,6 kWh/100 km. Ein Benziner der Kompaktklasse kommt auf 6,5–7,5 Liter pro 100 km, so wie der Hyundai Tucson 1.6 T-GDI mit 7 l/100 km. 


So sieht der direkte Vergleich aus – berechnet auf 100 km:

AntriebVerbrauchKosten/100 km

MG S6 (Wallbox, 0,31 €/kWh)

16,6 kWh

5,15 €

MG S6 (öffentl. Ladesäule, 0,55 €/kWh)

16,6 kWh

9,13 €

Hyundai Tucson 1.6 T-GDI (2,06 €/l)

7 l

14,42 €


Bei 15.000 km Jahresfahrleistung ergibt sich daraus ein jährlicher Kostenvorteil des MGS6 gegenüber dem Hyundai Tucson Benziner von rund 1.390 € – allein beim Energieverbrauch. Über zwei Jahre summiert sich der Vorteil so auf knapp 2.800 €. Wer noch günstiger laden möchte, kann mit einer eigenen Solaranlage Stromkosten von nur 8–10 Cent/kWh erreichen – und den Kostenvorteil so noch einmal deutlich ausbauen.


Wichtig: Die CO₂-Abgabe verteuert Kraftstoff zusätzlich. 2026 liegt der CO₂-Preis bei 55–65 € pro Tonne – das macht Benzin um ca. 17 Cent und Diesel um ca. 19 Cent pro Liter teurer als noch 2020. E-Autos sind davon nicht betroffen.

Laufende Kosten

Neben den Kosten für Tanken und Laden spielen Versicherung, Steuer und Wartung eine wichtige Rolle im Gesamtvergleich:

  • Kfz-Steuer: E-Autos, die bis Ende 2030 zugelassen werden, sind bis zu zehn Jahre von der Kfz-Steuer für Elektroautos befreit – maximal bis 2035. Bei einem vergleichbaren Verbrenner fallen je nach Hubraum und CO₂-Ausstoß 150–400 € pro Jahr an.
  • Wartung: Ein Elektromotor hat nur rund 20 bewegliche Teile, ein Verbrenner über 1.000. Ölwechsel, Zündkerzen, Kupplung und Auspuff entfallen komplett. Laut ADAC liegen die Wartungskosten für E-Autos bei 200–600 € pro Jahr, für Verbrenner bei 500–1.000 €. Über fünf Jahre kann das einen Unterschied von 2.000–3.000 € ausmachen.
  • Versicherung: Hier ist das Bild gemischt. Vergleiche, wie von Verivox, zeigen, dass E-Autos in der Vollkasko bei rund der Hälfte der Tarife inzwischen teurer sind als vergleichbare Verbrenner – im Schnitt ca. 15–30 %. Grund sind höhere Reparaturkosten durch teure Akkus und spezialisierte Werkstätten. Gleichzeitig bieten manche Versicherer gezielte E-Auto-Tarife mit Öko-Rabatten von bis zu 20 %.

Wertverlust

Der Wertverlust ist in der Regel der größte Kostenblock beim Autokauf – und genau hier zeigt sich aktuell noch ein Nachteil für Elektroautos im Vergleich zu Verbrennern.


Aktuelle Analysen, u. a. von Deutsche Automobil Treuhand, zeigen, dass Elektroautos derzeit noch prozentual stärker an Wert verlieren als vergleichbare Benziner oder Diesel. Gründe dafür sind vor allem der schnelle technologische Fortschritt, sinkende Neuwagenpreise und Unsicherheiten im Gebrauchtwagenmarkt.


Beispiel nach ca. 3 Jahren Haltedauer (Durchschnittswerte, keine Einzelfälle):

  • Elektroautos: rund 50 % Restwert
  • Verbrenner: rund 60–65 % Restwert

Das wird auch vom ADAC gestützt, der auf Basis von Marktdaten darauf hinweist, dass E-Autos aktuell tendenziell weniger wertstabil sind als Verbrenner.


Wer sich den Wertverlust komplett sparen möchte, fährt mit einem Auto Abo von FINN am entspanntesten. Bei FINN musst du dich dank Rundum-Sorglos-Paket weder um Wertverlust noch um Wartung, Zulassung, Versicherung oder Steuern kümmern. Ein fester Monatspreis deckt das alles bereits ab.

Verbrenner oder Elektro – was ist jetzt günstiger?

Fassen wir die Kosten über eine typische Haltedauer einer Kompaktklasse von fünf Jahren und 15.000 km/Jahr zusammen:

KostenpositionE-AutoVerbrenner

Anschaffung (abzgl. Förderung)

ca. 28.000 €

ca. 29.400 €

Energiekosten (5 Jahre, Wallbox vs. Benzin)

ca. 3.900 €

ca. 10.800 €

Kfz-Steuer (5 Jahre)

0 €

ca. 750–2.000 €

Wartung (5 Jahre)

ca. 1.000–3.000 €

ca. 2.500–5.000 €

Versicherung (5 Jahre)

ca. 4.500–5.500 €

ca. 4.000–5.000 €

Wertverlust (5 Jahre)

ca. 14.000–17.000 €

ca. 10.300–11.800 €

Gesamtkosten

ca. 51.400–57.400 €

ca. 57.300–63.600


Je nach Nutzung liegen die Gesamtkosten von Elektroauto und Verbrenner heute oft nah beieinander. E-Autos können insbesondere bei hoher Fahrleistung und günstigen Ladekosten günstiger sein, während der aktuell höhere Wertverlust den Kostenvorteil teilweise ausgleicht.


Fazit: Ein E-Auto lohnt sich 2026 besonders für Fahrer:innen mit einer Jahresfahrleistung ab ca. 12.000 km, die zu Hause oder am Arbeitsplatz laden können – idealerweise mit eigener PV-Anlage. Wer wenig fährt, keine eigene Lademöglichkeit hat oder regelmäßig Langstrecken ohne planbare Ladestopps bewältigen muss, ist mit einem sparsamen Diesel oder Benziner weiterhin gut bedient.

Unterschiede in der Reichweite

Ein häufiges Argument gegen E-Autos ist die geringere Reichweite. Doch die Lücke schließt sich: Aktuelle Elektroautos der Kompakt- und Mittelklasse schaffen 400–600 km nach WLTP. Modelle wie der Mercedes EQS oder der BMW iX kommen auf über 600 km. Ein durchschnittlicher Benziner schafft mit einer Tankfüllung 600–900 km, ein Diesel sogar bis zu 1.100 km.


In der Praxis ist die Reichweite für die allermeisten Fahrprofile kein Problem mehr: Laut Statistischem Bundesamt liegt die durchschnittliche tägliche Fahrstrecke in Deutschland bei rund 15,5 km – auch die kleinsten E-Auto-Akkus decken das problemlos ab. 


Für Langstrecken sorgt das wachsende Schnellladenetz mit über 190.000 öffentlichen Ladepunkten in Deutschland dafür, dass auch Urlaubsfahrten kein Abenteuer mehr sind. 800-Volt-Architekturen wie bei Hyundai IONIQ 5 oder Kia EV6 ermöglichen Ladestopps von nur 18 Minuten für 200+ km Reichweite.

Verbrenner oder Elektro: Umweltbilanz

Aktuelle Analysen, unter anderem vom Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (Fraunhofer ISI) und dem International Council on Clean Transportation (ICCT), zeigen, dass Elektroautos zwar in der Herstellung wegen der Batterie zunächst höhere Treibhausgasemissionen verursachen. Diesen Nachteil gleichen sie im Betrieb aber bereits nach einigen zehntausend Kilometern aus. 


Je nach Fahrzeugsegment und zugrunde gelegtem Strom- bzw. Strommix liegt dieser CO₂-Break-even typischerweise im Bereich von rund 20.000 bis 60.000 Kilometern, wobei neuere Analysen für Europa teils Werte um etwa 17.000 Kilometer ausweisen. 


Danach fällt die Gesamtbilanz batterieelektrischer Fahrzeuge über die verbleibende Lebensdauer deutlich besser aus, insbesondere wenn ein zunehmender Anteil erneuerbarer Energien im Strommix berücksichtigt wird.


Wer überwiegend mit Ökostrom oder eigener Photovoltaik lädt, kann die spezifischen Emissionen pro Kilometer zusätzlich deutlich senken und den Klimavorteil gegenüber Verbrennern weiter vergrößern.

Verbrenner oder Elektro – und was ist mit Hybrid?

Wer den Umstieg auf ein reines E-Auto scheut, findet im Hybridantrieb eine Brückentechnologie. Dabei gibt es wichtige Unterschiede zwischen Hybrid und Plug-in-Hybrid:

  • Mild-/Vollhybride: Kombinieren Verbrenner mit kleinem E-Motor, können nicht extern geladen werden. Kraftstoffersparnis von 10–20 %, keine Steuervorteile.
  • Plug-in-Hybride (PHEV): Größerer Akku, extern ladbar, 40–80 km rein elektrische Reichweite. Profitieren 2026 von bis zu 4.500 € Förderung und vergünstigter Dienstwagenbesteuerung (0,5 %-Regel).

Kostenmäßig liegen Hybride zwischen E-Auto und Verbrenner. Der Vorteil: Wer kurze Alltagsstrecken elektrisch und Langstrecken mit dem Verbrenner fährt, kann von beiden Welten profitieren. Der Nachteil: Wer den PHEV nie lädt, fährt einen schweren, durstigen Verbrenner.

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