Leasing-Rückgabe: So funktioniert’s

Die Leasinglaufzeit ist fast vorbei – doch was passiert eigentlich bei der Rückgabe deines Fahrzeugs? Keine Sorge: Mit ein bisschen Vorbereitung läuft alles reibungslos. Hier erfährst du, worauf du achten solltest, wie die Rückgabe abläuft und wie du unnötige Kosten vermeidest.

Lesedauer

6 min

Datum

21.01.2026

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Leasing-Rückgabe: So funktioniert’s

Checkliste für Leasing-Rückgabe

Damit bei der Rückgabe deines Leasingfahrzeugs alles rund läuft, solltest du ein paar wichtige Punkte im Blick behalten.

  1. Leasingvertrag prüfen
    Schau dir den Vertrag genau an, bevor du das Fahrzeug zurückgibst. Dort ist geregelt, ob der Leasinggeber ein Rückgabegutachten durch einen unabhängigen Sachverständigen (zum Beispiel TÜV oder DEKRA) beauftragt, wer die Kosten dafür übernimmt und wie mit möglichen Schäden oder Mehrkilometern umgegangen wird.
  2. Fahrzeugzustand kontrollieren
    Untersuche das Auto auf Kratzer, Dellen oder Lackschäden. Kleinere Mängel wie oberflächliche Kratzer gelten meist als vertragsgemäßer Gebrauch. Größere Schäden solltest du im Vorfeld reparieren lassen.
  3. Technik prüfen
    Achte darauf, dass alle technischen Funktionen einwandfrei sind. Dazu zählen Licht, Scheibenwischer, Klimaanlage, Reifendruck, Ölstand, Bremsen und alle sicherheitsrelevanten Systeme.
  4. Kilometerstand vergleichen
    Notiere dir den aktuellen Kilometerstand und vergleiche ihn mit der im Vertrag vereinbarten Laufleistung. Bei einer Überschreitung fallen zusätzliche Kosten pro Kilometer an.
  5. Fahrzeug gründlich reinigen
    Das Auto sollte sauber sein, innen wie außen. Eine professionelle Fahrzeugaufbereitung (ca. 200 €) kann sich lohnen, da sie die Bewertung durch eine:n Gutachter:in positiv beeinflussen kann.
  6. Zubehör und Unterlagen bereitlegen
    Lege alle Fahrzeugschlüssel, Zulassungsbescheinigung Teil I, Serviceheft (oder digitale Ausdrucke), Bedienungsanleitungen, TÜV-/AU-Nachweise und sämtliches geleastes Zubehör wie Reifen, Laderaumabdeckung oder Ladekabel bereit.
  7. Persönliche Gegenstände entfernen
    Räume das Fahrzeug vollständig leer. Denke dabei auch an Kleinigkeiten wie Parktickets, Sonnenbrillen, Handyhalterungen oder dein eigenes Ladekabel.
  8. Fahrzeugzustand dokumentieren
    Fotografiere das Fahrzeug vor der Rückgabe von allen Seiten, auch innen. Für maximale Sicherheit kannst du ein unabhängiges Vorab-Gutachten (z. B. von TÜV oder DEKRA) einholen.
  9. Begleitperson mitnehmen
    Nimm eine Person deines Vertrauens zur Rückgabe mit. So hast du im Zweifel eine zweite Meinung und bist bei der Protokollerstellung nicht allein.
  10. Rückgabeprotokoll prüfen
    Unterschreibe das Protokoll nur, wenn du alle Angaben nachvollziehen kannst. Lass dir eine Kopie geben und kläre unklare Punkte schriftlich – besonders, wenn du direkt ein neues Fahrzeug leasen möchtest.

Tipp


Was du beachten musst, wenn du dein Leasingauto vorzeitig abgeben möchtest, erfährst du in unserem Ratgeber-Beitrag “Leasing vorzeitig beenden“. Darin zeigen wir dir, welche Möglichkeiten es gibt und welche Kosten auf dich zukommen können.

So läuft’s: Leasing-Rückgabe im Detail

Dein Leasingvertrag läuft bald aus und du fragst dich, wie die Rückgabe genau abläuft? Mit der richtigen Vorbereitung behältst du den Überblick, vermeidest unnötige Kosten und sorgst dafür, dass alles glatt über die Bühne geht. Vom Termin bis zum Rückgabeprotokoll erfährst du hier, worauf es wirklich ankommt.

Fahrzeugbegutachtung

Kurz vor Vertragsende wird dein Leasingfahrzeug offiziell begutachtet, meist gemeinsam mit dem Händler oder durch eine unabhängige Prüforganisation wie TÜV oder DEKRA. Dabei wird der Zustand des Fahrzeugs überprüft. Alle wichtigen Unterlagen wie Servicehefte, Untersuchungsnachweise und die Zulassungsbescheinigung Teil I sollten griffbereit sein.

Zustandsermittlung

Kleine Kratzer, Steinschläge oder leichte Gebrauchsspuren sind in der Regel kein Problem. Anders sieht es bei größeren Schäden aus, die über die normale Abnutzung hinausgehen. In solchen Fällen verlangt der Leasinggeber meist nicht die Reparaturkosten, sondern einen sogenannten Minderwert.


Das bedeutet: Du zahlst nicht dafür, dass der Schaden repariert wird, sondern dafür, dass der Wert des Fahrzeugs durch den Schaden gesunken ist. Zur fairen Bewertung ziehen viele Anbieter einen Schadenkatalog heran. Darin ist klar geregelt, welche Gebrauchsspuren akzeptiert werden und welche als wertmindernde Schäden gelten. So bleibt die Rückgabe für beide Seiten nachvollziehbar.

Rückgabeprotokoll

Am Ende der Begutachtung wird alles schriftlich festgehalten: der Fahrzeugzustand, eventuelle Schäden und mögliche Nachzahlungen. Lies das Protokoll sorgfältig durch, bevor du unterschreibst, und kläre Unklarheiten am besten direkt. Beim Kilometerleasing wird außerdem die gefahrene Strecke mit der vereinbarten Laufleistung verglichen. Je nach Ergebnis kann es zu einer Nach- oder Rückzahlung kommen.

Das solltest du vor der Leasing-Rückgabe beachten

Bei der Rückgabe deines Leasingfahrzeugs kommt es vor allem auf zwei Dinge an: den Zustand des Autos und deine Vorbereitung. 

Welcher Zustand ist bei der Rückgabe akzeptabel?

  • Normale Gebrauchsspuren sind kein Problem
    Kleine Kratzer, ein leichter Steinschlag ohne Riss oder Abnutzungsspuren im Innenraum gelten als vertragsgemäßer Gebrauch und führen nicht zu Nachzahlungen.
  • Größere Schäden musst du reparieren/ersetzen
    Dazu zählen Dellen, tiefe Lackkratzer, Risse im Polster oder stark abgefahrene Reifen. Solche Schäden gelten nicht mehr als normale Abnutzung und werden dir in der Regel in Rechnung gestellt.

Laut Gesetz (§ 538 BGB) haftest du nicht für Schäden, die durch normale Nutzung entstanden sind, für darüber hinausgehende Mängel aber schon.

Was solltest du vor der Rückgabe erledigen?

  • Wartungs- und Inspektionsnachweise bereitlegen
  • Technischen Zustand prüfen (z. B. Licht, Bremsen, Reifen, Flüssigkeiten)
  • Fahrzeug gründlich reinigen (innen und außen)
  • Persönliche Gegenstände entfernen
  • Alle Fahrzeugunterlagen, Schlüssel und Zubehörteile vollständig mitbringen

Mit einer guten Vorbereitung sparst du dir Diskussionen bei der Rückgabe und im besten Fall auch Geld.

Was gilt als Gebrauchsspuren & was sind Schäden?

Ob ein kleiner Mangel bei der Rückgabe noch als normale Abnutzung und Gebrauchsspur gilt oder bereits als kostenpflichtiger Schaden eingestuft wird, hängt von bestimmten Kriterien ab. Entscheidend ist die Unterscheidung zwischen vertragsgemäßem Gebrauch und übermäßiger Abnutzung.


Als Gebrauchsspuren gelten zum Beispiel:

  • Leichte Kratzer an den Felgen
  • Kleine Dellen oder oberflächliche Kratzer am Lack, vor allem rund um Türgriffe oder den Tankdeckel
  • Steinschläge ohne Rissbildung an der Frontscheibe
  • Leicht abgenutzte Polster oder Ladeflächen im Innenraum


Schäden hingegen sind:

  • Tiefe Kratzer an Felgen oder deutliche Bordsteinschäden
  • Lackschäden bis zur Grundierung, größere Dellen oder Hagelschäden
  • Risse in der Windschutzscheibe oder nicht funktionierende Leuchten
  • Brandlöcher, kaputte Displays oder beschädigte Bedienelemente im Innenraum

Ein guter Anhaltspunkt ist der sogenannte Schadenkatalog, den viele Leasinggesellschaften zur Verfügung stellen. Darin ist genau festgelegt, was noch akzeptiert wird und was nicht. Frag am besten direkt bei deinem Anbieter nach, ob du diesen Katalog vorab einsehen kannst.

Leasing-Rückgabe Kosten

Bei der Rückgabe deines Leasingfahrzeugs können zusätzliche Kosten entstehen – vor allem dann, wenn das Auto nicht im vereinbarten Zustand zurückgegeben wird. Zwei Hauptgründe dafür sind Schäden, die über normale Gebrauchsspuren hinausgehen, und eine Überschreitung der vereinbarten Kilometerleistung.


Wann du mit Kosten rechnen musst:

  • Mehrkilometer: Wenn du mehr fährst als im Vertrag vereinbart, zahlst du pro zusätzlichen Kilometer einen vertraglich festgelegten Betrag.
  • Fahrzeugschäden: Größere Mängel wie tiefe Kratzer, Dellen, Glas- oder Innenraumschäden gelten nicht mehr als normale Abnutzung. Hier zahlst du in der Regel den sogenannten Minderwert – also den Betrag, um den der Schaden den Fahrzeugwert mindert.
  • Fehlendes Zubehör oder unreiner Zustand: Fehlen Schlüssel, Bordunterlagen oder geleastes Zubehör oder ist das Fahrzeug stark verschmutzt, können auch dafür zusätzliche Gebühren anfallen.

Wie viel muss man durchschnittlich zahlen?

Wie hoch die durchschnittlichen Kosten bei der Leasing-Rückgabe ausfallen, hängt von der jeweiligen Situation ab. In vielen Fällen liegt die Nachzahlung zwischen 300 und 1.500 Euro.


Beispiele:

  • Etwa 50 bis 300 Euro bei rund 1.000 Mehrkilometern
  • Etwa 250 bis 1.500 Euro bei rund 5.000 Mehrkilometern
  • Bis zu 3.000 Euro oder mehr bei stärkeren Schäden oder 10.000 Mehrkilometern

Die genauen Beträge hängen vom Fahrzeug, dem Leasingvertrag und dem Zustand des Autos ab.

So kannst du Kosten bei der Leasing-Rückgabe vermeiden

Mit ein paar einfachen Maßnahmen lässt sich das Risiko für hohe Nachzahlungen deutlich senken. Diese Tipps helfen dir, unnötige Kosten bei der Rückgabe zu vermeiden:

  • Wähle die Kilometerleistung realistisch und kontrolliere regelmäßig den Stand.
  • Lass größere Schäden vor der Rückgabe fachgerecht reparieren.
  • Sorge für eine gründliche Reinigung des Fahrzeugs – innen und außen.
  • Lege alle Unterlagen, Schlüssel und Zubehör vollständig bei der Rückgabe vor.
  • Dokumentiere den Zustand des Fahrzeugs mit Fotos.
  • Hol dir auf Wunsch ein neutrales Vorab-Gutachten (z. B. von TÜV oder DEKRA).
  • Frag bei deinem Leasinggeber nach einem Schadenkatalog, um genau zu wissen, was als normaler Verschleiß gilt.

Leasing-Rückgabe bei Kilometerleasing

Beim Kilometerleasing ist die vereinbarte Kilometeranzahl die zentrale Grundlage für die Abrechnung am Vertragsende. Bei der Rückgabe wird geprüft, ob du innerhalb des vereinbarten Rahmens geblieben bist oder darüber bzw. darunter liegst. 


Hast du mehr gefahren als vereinbart, zahlst du für jeden zusätzlichen Kilometer einen festen Betrag. Liegt dein tatsächlicher Kilometerstand unter der vereinbarten Grenze, können dir sogenannte Minderkilometer erstattet werden. Umgekehrt musst du bei Mehrkilometern mit zusätzlichen Kosten rechnen, abhängig vom Fahrzeug und den Konditionen im Leasingvertrag.


Entscheidend ist deshalb schon bei Vertragsbeginn eine realistische Einschätzung der jährlichen Fahrleistung. So lässt sich das Kilometerleasing flexibel und planbar gestalten.

Leasing-Rückgabe bei Restwertleasing

Bei der Rückgabe eines Fahrzeugs im Rahmen eines Restwertleasings spielt nicht nur der Zustand des Autos eine Rolle, sondern vor allem sein tatsächlicher Marktwert. Dieser wird mit dem vertraglich vereinbarten Restwert verglichen.


Liegt der ermittelte Marktwert am Ende unter dem kalkulierten Restwert, musst du die Differenz in der Regel ausgleichen – unabhängig davon, ob du für den Wertverlust verantwortlich bist. Gründe dafür können ein höherer Verschleiß, ein Unfall mit dem Leasingauto oder auch ein gesunkener Marktwert sein. Wird der Restwert hingegen erreicht oder übertroffen, entstehen dir keine Zusatzkosten.


Wichtig ist deshalb, das Risiko realistisch einzuschätzen und Modell sowie Laufzeit sorgfältig zu wählen. Schließlich liegt ein Teil des wirtschaftlichen Risikos beim Restwertleasing bei dir.

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