Der Škoda Epiq ist das neue Elektro-City-SUV von Škoda – und eines der spannendsten E-Autos des Jahres 2026. Am 19. Mai 2026 feierte er seine Weltpremiere und ist seit dem 20. Mai bestellbar. Die ersten Auslieferungen starten im dritten Quartal 2026.
Auf nur 4,17 Metern Länge packt Škoda einen 475-Liter-Kofferraum, bis zu 430 Kilometer Reichweite und das neue Modern-Solid-Design – das alles zu einem Einstiegspreis von 25.900 Euro. Drei Antriebsvarianten, zwei Akkugrößen und eine Plattform, die sich der Epiq mit dem VW ID.Polo und dem CUPRA Raval teilt: die MEB+. Gebaut wird er im VW-Werk Navarra im spanischen Pamplona.
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3 min
Zuletzt aktualisiert
13.05.2026
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Linda
FINN-Expertin
Beim Preis zielt Škoda klar auf die Einstiegsklasse. Mit 25.900 Euro für den Epiq 35 in der Ausstattungsvariante Essence positioniert der Hersteller den Stromer fast exakt auf dem Niveau des Benziner-SUVs Kamiq – ein vollelektrisches Modell zum Verbrennerpreis.
Zum Vergleich: Der Plattform-Bruder VW ID.Polo startet bei 24.995 Euro, der CUPRA Raval liegt ebenfalls in dieser Region und der Renault 5 E-Tech beginnt knapp unter 25.000 Euro. Škoda trifft damit exakt den Sweet Spot und ist preislich vergleichbar mit Verbrennern der gleichen Klasse.
Wichtig zu wissen: Mit der Weltpremiere am 19. Mai 2026 in Zürich hat Škoda die finalen Preise bestätigt – sofort bestellbar ist seit dem 20. Mai aber zunächst nur der Epiq 55. Die Essence-Variante startet bei 32.100 Euro, die besser ausgestattete Selection 55 bei 35.600 Euro. Zum Start gibt es zusätzlich das limitierte Sondermodell Edition Eins auf Basis der Selection 55, ebenfalls ab 35.600 Euro – mit einem Ausstattungsvorteil von bis zu 2.200 Euro gegenüber der regulären Selection.
Die günstigeren LFP-Varianten folgen später: Der Einstieg Epiq 35 für 25.900 Euro ist ab Ende September 2026 verfügbar, der Epiq 40 ab 27.900 Euro kommt parallel dazu.
Der Škoda Epiq basiert auf der weiterentwickelten MEB+-Plattform, die er sich mit dem VW ID.Polo teilt. Mit 4,17 Metern Länge ist er kompakt genug für die Stadt, bietet aber dank des langen Radstands von 2,60 Metern überraschend viel Platz im Innenraum. Angetrieben wird er ausschließlich elektrisch mit Frontantrieb, wahlweise mit einem 37-kWh-LFP-Akku oder einem 51,7-kWh-NMC-Akku. Serienmäßig ist der Epiq mit einer 1-Gang-Automatik ausgestattet.
Der Škoda Epiq wird in drei Varianten angeboten: Epiq 35, Epiq 40 und Epiq 55. Alle drei fahren rein elektrisch mit Frontantrieb.
Den Einstieg bildet der Epiq 35 mit 85 kW (116 PS) und dem 37-kWh-LFP-Akku (38,5 kWh brutto). Das Drehmoment liegt bei 267 Nm, die WLTP-Reichweite bei bis zu 315 Kilometern. Der Sprint auf 100 km/h dauert 11,0 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 150 km/h. Am Schnelllader zieht der Epiq 35 maximal 50 kW – das macht ihn primär zum Stadt- und Pendlerauto. AC-Laden funktioniert mit 11 kW.
Die mittlere Version ist der Epiq 40 mit 99 kW (135 PS), ebenfalls mit 267 Nm und dem gleichen 37-kWh-LFP-Akku. Die Reichweite bleibt bei 315 Kilometern, der 0-100-Sprint verkürzt sich auf 9,8 Sekunden. Beim DC-Laden steigt die Leistung auf 90 kW – das macht den Epiq 40 für Pendler:innen schon deutlich praxistauglicher, auch auf längeren Strecken.
Bei den Einstiegsmodellen mit LFP-Akku liegt die realistische Reichweite eher bei 220–250 Kilometer.
Das Topmodell ist der Epiq 55 mit 155 kW (211 PS) und dem größeren 51,7-kWh-NMC-Akku (55 kWh brutto). Hier steigt das Drehmoment auf 290 Nm, der Sprint auf 100 km/h gelingt in 7,4 Sekunden und die Höchstgeschwindigkeit klettert auf 160 km/h. Die WLTP-Reichweite beträgt bis zu 430 Kilometer. Damit eignet sich der Epiq 55 auch für regelmäßige Langstrecken und Wochenendtrips. Beim DC-Laden geht es mit bis zu 125 kW zur Sache. Laut Škoda dauert eine Ladung von 10 auf 80 Prozent rund 23 Minuten.
In der Praxis liegt die Reichweite erfahrungsgemäß rund 20–30 % darunter. Für den Epiq 55 bedeutet das eine realistische Reichweite von etwa 300–340 Kilometern. Alle Versionen laden AC-seitig mit 11 kW.
Bidirektionales Laden (Vehicle-to-Home) ist vorgesehen und würde es ermöglichen, den Epiq als Stromspeicher für den Haushalt zu nutzen. Škoda hat bisher aber weder Leistungswerte noch einen konkreten Zeitplan dafür kommuniziert. Übrigens: Die erlaubte Anhängelast beim Topmodell soll 1,2 Tonnen betragen.
Der Škoda Epiq ist das erste Serienmodell der Marke, das die neue Designsprache „Modern Solid“ vollständig umsetzt – und das sieht man ihm an. Die Front fällt sofort auf: Statt eines klassischen Kühlergrills setzt Škoda auf das sogenannte „Tech-Deck Face“ mit ziselierten LED-Lichtelementen und senkrechten Stäben in der Frontschürze. Dahinter verbergen sich aktive Lüftungsklappen, die den Luftwiderstand reduzieren.

Die T-förmigen LED-Lichtsignaturen an Front und Heck geben dem Epiq eine eigenständige Identität und setzen ihn optisch deutlich von Škoda Elroq und Enyaq ab. Die charakteristische Volcano-Linie verbirgt diskret die Air Curtains, während die betonten Schultern und die reduzierten Flächen dem kompakten SUV einen robusten, selbstbewussten Auftritt verleihen. Optisch wird sich das Serienmodell vom IAA-Showcar 2025 so gut wie nicht unterscheiden.

Linda
FINN-Expertin
Der Innenraum des Epiq folgt dem gleichen Prinzip wie die Außenhaut: klar, aufgeräumt, funktional. Das horizontal ausgerichtete Armaturenbrett schafft ein Gefühl von Weite und Offenheit. Im Zentrum stehen ein 13-Zoll-Infotainment-Touchscreen und ein kompaktes 5,3-Zoll-Digital-Cockpit, beides serienmäßig. Der kantige, minimalistische Stil unterstreicht den robusten Modern-Solid-Charakter.

Die Menüs am zentralen Touchscreen sind übersichtlich strukturiert und gut zu erfassen. Der Sitzkomfort ist laut ADAC-Testfahrt sowohl für Fahrer:in als auch Beifahrer:in prima – das Kunstleder (gegen Aufpreis) ist angenehm weich, das Armaturenbrett an den wichtigen Stellen gepolstert. Simply-Clever-Details wie Taschenhaken, Cargo-Elemente, eine spezielle Ladekabel-Tasche und ein verstecktes Fach unter dem Ladeboden runden das Paket ab.
Die Fahrstufen werden per Drehhebel an der Lenksäule eingelegt. Das ist Gewöhnungssache, aber funktional. Ambientebeleuchtung sorgt für eine angenehme Atmosphäre, optional gibt es ein Panoramaglasdach, das viel Licht in die Kabine bringt. Mehrere Rekuperationsstufen stehen zur Wahl, dazu kommt One-Pedal-Driving. Der Übergang von der Rekuperations- zur mechanischen Bremsung ist laut ADAC kaum spürbar. Škoda setzt hier auf ein neues One-Box-Braking-System.
Kleines Auto, große Möglichkeiten: Der Epiq bietet ein klassenführendes Kofferraumvolumen von 475 Litern. Für den Wocheneinkauf oder den Wochenendtrip lässt sich der Stauraum durch Umklappen der Rücksitze auf bis zu 1.344 Liter erweitern.
Kofferraumvolumen normal: 475 l
Kofferraumvolumen umgeklappte Rückbank: 1.344 l
Das reicht locker für zwei große Koffer und den wöchentlichen Großeinkauf obendrauf. In der Praxis überzeugt besonders der variable Ladeboden: In oberer Stellung bleibt nur ein minimaler Absatz zur Ladekante, praktisch zum Beispiel für schwere Bierkisten. Darunter verbirgt sich ein tiefes Extra-Fach als separater Stauraum.
Auf der Rückbank sind Bein- und Kopffreiheit für normal groß gewachsene Menschen absolut okay. Allerdings sind die Fondsitze einen Tick zu tief, sodass die Knie von Erwachsenen etwas hoch aufragen. Das ist Meckern auf hohem Niveau für diese Fahrzeugklasse.
Der Škoda Epiq trifft genau den richtigen Nerv: ein günstiger Elektro Kleinwagen mit richtig viel Platz, alltagstauglicher Reichweite und einem Preis, der Verbrenner-Niveau erreicht. Der Fahrkomfort ist laut ersten Testfahrten exzellent, der Kofferraum klassenführend und das Design eigenständig genug, um sich von der Masse abzuheben.
Wer ein bezahlbares E-Auto sucht, das nicht wie ein Kompromiss wirkt, sollte den Epiq auf dem Schirm haben. Das Topmodell mit 430 Kilometern Reichweite und der größeren Batterie eignet sich auch für Langstreckenfahrer:innen, während die kleineren Versionen perfekt für den urbanen Alltag und kürzere Pendelstrecken passen.
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