XPENG ist ein 2014 in Guangzhou gegründeter chinesischer Technologiekonzern, der von Anfang an ausschließlich vollelektrische Fahrzeuge entwickelt. Die Marke setzt auf eine 800-Volt-Architektur mit besonders kurzen Ladezeiten und ein selbst entwickeltes KI-Betriebssystem, das sich per Sprache steuern lässt. Seit September 2024 ist XPENG offiziell auf dem deutschen Markt aktiv und baut sein Modellangebot 2026 deutlich aus.
Gegründet 2014 in Guangzhou
800-Volt-Architektur mit bis zu 542 kW Ladeleistung
Seit September 2024 auf dem deutschen Markt


XPENGs Modellpalette reicht vom kompakten SUV-Coupé bis zum Sieben-Sitzer-Van. Modelle mit eigener Modellseite führen dorthin, die übrigen zu den aktuellen XPENG-Angeboten – unabhängig davon, ob das Modell gerade im FINN Abo verfügbar ist.
2014–2018
XPENG wurde 2014 in Guangzhou unter anderem von He Xiaopeng gegründet, der zuvor seine Internetfirma UCWeb an Alibaba verkauft hatte. Auch Xiaomi-Gründer Lei Jun gehörte zu den frühen Unterstützern. 2018 brachte XPENG mit dem G3 sein erstes Serienfahrzeug auf den Markt, einen kompakten Elektro-SUV. Als eine der ersten chinesischen Automarken mit eigener Softwareentwicklung setzte sich XPENG damit früh von der Konkurrenz ab.
2020–2023
2020 ging XPENG an die New Yorker Börse und stellte mit dem P7 seine erste Elektrolimousine vor. 2022 folgte mit dem G9 das damalige SUV-Flaggschiff, 2023 wurde der G6 auf der Shanghai Auto Show enthüllt. Im selben Jahr investierte Volkswagen rund 700 Millionen US-Dollar für einen Anteil von 4,99 Prozent an XPENG und vereinbarte eine gemeinsame Plattformentwicklung für den chinesischen Markt.
2024–heute
Seit September 2024 verkauft XPENG offiziell in Deutschland, G6 und G9 werden bei Magna Steyr im österreichischen Graz endmontiert. 2026 folgt mit P7+, X9, G9L, L03 und zwei weiteren Modellen die größte Modelloffensive der Markengeschichte in Deutschland. Im August 2026 bildete Porsche für seine EU-Flottenwerte einen offenen CO2-Pool mit XPENG, da Porsches eigene Elektroquote zurückging.
XPENG deckt mit sechs Modellen vom kompakten SUV-Coupé bis zum Sieben-Sitzer-Van die wichtigsten Segmente ab. Hier findest du die Modelle sortiert nach Fahrzeugtyp, mit Leistung, Kofferraumvolumen und Neuwagenpreis.
Von kompakt bis zum Sechs- oder Siebensitzer: Die SUV-Palette reicht vom G6 bis zum neuen G9L.
| Modell | Fahrzeugtyp | Motoren | Leistung (PS) | Kofferraum (l) | Neuwagenpreis ab |
|---|---|---|---|---|---|
| XPENG G6 | Kompakt-SUV | Elektro | bis zu 487 | 571–1.374 | 43.600 € |
| XPENG G9 | Oberklasse-SUV | Elektro | bis zu 575 | 660 | 59.600 € |
| XPENG G9L | Oberklasse-SUV (6/7-Sitzer) | Elektro | bis zu 585 | 259–935 | 74.600 € |
Neuwagenpreise sind unverbindliche Listenpreise des Herstellers (Stand 19.10.2026, xpeng.com/de), keine FINN Abo-Raten.
Mit dem L03 hat XPENG 2026 ein deutlich günstigeres Einstiegsmodell unterhalb des G6 gebracht.
| Modell | Fahrzeugtyp | Motoren | Leistung (PS) | Kofferraum (l) | Neuwagenpreis ab |
|---|---|---|---|---|---|
| XPENG L03 | Kompakt-SUV | Elektro | bis zu 388 | 367–1.131 | 35.600 € |
Neuwagenpreise sind unverbindliche Listenpreise des Herstellers (Stand 19.10.2026, xpeng.com/de), keine FINN Abo-Raten.
Mit dem P7+ hat XPENG seine Limousine komplett neu aufgelegt und dabei von 400 auf 800 Volt umgestellt.
| Modell | Fahrzeugtyp | Motoren | Leistung (PS) | Kofferraum (l) | Neuwagenpreis ab |
|---|---|---|---|---|---|
| XPENG P7+ | Oberklasse-Limousine | Elektro | bis zu 503 | 573–1.931 | 46.600 € |
Neuwagenpreise sind unverbindliche Listenpreise des Herstellers (Stand 19.10.2026, xpeng.com/de), keine FINN Abo-Raten.
Der X9 ist XPENGs erster Van und bietet bis zu sieben Sitzplätze mit Luftfederung und Hinterachslenkung.
| Modell | Fahrzeugtyp | Motoren | Leistung (PS) | Kofferraum (l) | Neuwagenpreis ab |
|---|---|---|---|---|---|
| XPENG X9 | Van (7-Sitzer) | Elektro | bis zu 503 | 721–2.550 | 77.600 € |
Neuwagenpreise sind unverbindliche Listenpreise des Herstellers (Stand 19.10.2026, xpeng.com/de), keine FINN Abo-Raten.
XPENG baut aktuell ausschließlich vollelektrische Modelle: G6, G9, G9L, L03, P7+ und X9 fahren alle rein batterieelektrisch. Eine Ausnahme bringt der Herbst 2026: Der L03 kommt dann zusätzlich als REEV mit Range Extender, ohne eines der bestehenden Elektromodelle zu ersetzen – mehr dazu im Abschnitt „Neue Modelle“.
He Xiaopeng
Mitgründer und Vorstandsvorsitzender, XPENG Motors
Ab Herbst 2026 ergänzt XPENG den L03 um eine Range-Extender-Version: Ein Elektromotor treibt dabei durchgehend an, ein 1,5-Liter-Benziner lädt unterwegs als Generator nach. Laut Hersteller sind damit kombiniert bis zu 1.000 Kilometer möglich, bei rund 215 Kilometern rein elektrischer Reichweite. Offizielle Verbrauchswerte stehen noch aus, da das Modell die Typgenehmigung noch durchläuft.
Mit dem GX kündigt XPENG sein bislang größtes SUV an, einen Sechssitzer oberhalb des G9L mit Bosch-Steer-by-Wire-Lenkung und wahlweise rein elektrischem Antrieb oder Range Extender. Bislang ist der GX nur in China vorgestellt, ein Termin oder Preis für Deutschland liegt noch nicht vor.
Bei G6, G9, G9L, P7+ und X9 Standard, bei den meisten Varianten DC-Ladeleistungen zwischen 382 und 542 kW. Der L03 nutzt als einziges Modell eine 400-Volt-Plattform mit bis zu 236 kW.
Eigenes, sprachgesteuertes Betriebssystem mit regelmäßigen OTA-Updates sowie ein kamera- und radarbasiertes Fahrerassistenzsystem in allen Modellen.
Sieben Jahre oder 160.000 Kilometer Fahrzeuggarantie, acht Jahre auf die Hochvoltbatterie. G6 und G9 erreichen die volle 5-Sterne-Bewertung im Euro NCAP-Crashtest (Stand 2024), für die 2026 gestarteten Modelle liegt noch kein Ergebnis vor.
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XPENG ist ein eigenständiger, börsennotierter chinesischer Konzern mit Sitz in Guangzhou. Mitgründer und Vorstandsvorsitzender ist He Xiaopeng, der zuvor seine Internetfirma UCWeb an Alibaba verkauft hatte. Volkswagen hält seit 2023 einen Anteil von rund 4,99 Prozent an XPENG und entwickelt gemeinsam mit der Marke Elektroplattformen für China. XPENG gehört aber nicht zum VW-Konzern. Geely ist an XPENG nicht beteiligt.
Im Deutschen wird XPENG meist wie „Ex-Peng“ ausgesprochen, angelehnt an die englische Aussprache des Markennamens.
Die Neuwagenpreise starten beim L03 bei 35.600 € – das günstigste XPENG-Modell. Die anderen Basisversionen reichen bis 77.600 € beim X9, der teuersten Einstiegsversion. Einzelne Topausstattungen von G9L und X9 liegen darüber, bis rund 86.600 €.
In Deutschland bekommst du aktuell diese XPENG-Modelle: G6, G9, G9L, L03, P7+ und X9.
G6, G9 und P7+ werden bei Magna Steyr im österreichischen Graz endmontiert, die übrigen Modelle kommen aus China. Teile der Entwicklung finden ebenfalls in China statt, wo XPENG seinen Hauptsitz hat.
Der ADAC hat den G6 getestet und vergab die Gesamtnote 2,0 (gut), mit Bestnoten beim Antrieb und guten Werten bei Ladegeschwindigkeit und Verarbeitung. Kritikpunkte waren unter anderem die stark tastenreduzierte Bedienung und teils unzuverlässige Assistenzsysteme. G6 und G9 erreichen zudem die volle 5-Sterne-Bewertung im Euro NCAP-Crashtest.
XPENG positioniert sich in Europa als Premiummarke mit Technologiefokus. Mit Preisen zwischen rund 35.600 € und 86.600 € bewegt sich die Marke zwischen Volumen- und Premiumsegment, nicht im klassischen Luxussegment.
Beide Marken sind chinesische Elektroauto-Hersteller mit ähnlichem Preissegment. BYD bietet mit neun Modellen eine breitere Palette inklusive Plug-in-Hybriden, XPENG setzt konsequenter auf reine Elektroantriebe und einen stärkeren Technologiefokus mit eigenem KI-Betriebssystem. Welche Marke besser passt, hängt vom jeweiligen Modell und den eigenen Prioritäten ab.
Der ursprüngliche P7 wurde 2026 durch den komplett neu entwickelten P7+ abgelöst, der auf 800 statt 400 Volt umgestellt wurde und deutlich mehr Platz bietet. Der alte P7 machte 2025 nur noch 5 Prozent des XPENG-Absatzes in Deutschland aus und wird nicht mehr angeboten.
IRON ist kein Auto, sondern ein humanoider KI-Roboter, den XPENG parallel zu seinen Fahrzeugen entwickelt. Er gehört zur Technologiesparte der Marke, nicht zum Modellprogramm.
Porsche hat im August 2026 für die Jahre 2026 und 2027 einen offenen CO2-Flottenpool mit XPENG gebildet und ist dafür aus dem gemeinsamen Pool des VW-Konzerns ausgetreten. XPENGs vollelektrische Flotte gleicht dabei rechnerisch die höheren Emissionen der Porsche-Verbrenner und -Hybride aus. An der Eigentümerstruktur beider Unternehmen ändert das nichts.
XPENG gibt sieben Jahre oder 160.000 Kilometer Fahrzeuggarantie und acht Jahre Garantie auf die Hochvoltbatterie.

