Geely ist die Kernmarke des chinesischen Mobilitätskonzerns Geely Holding, zu dem auch Volvo, Polestar und Lotus gehören. Seit 2026 tritt Geely erstmals mit eigenem Markennamen in Deutschland an und positioniert sich bewusst unterhalb des Premiumsegments. Im Fokus stehen elektrifizierte SUV und Kleinwagen mit einem auffällig günstigen Preis-Leistungs-Verhältnis.
Deutschlandstart 2026 mit Zentrale in Raunheim
Elektro und Plug-in-Hybrid, mehr als zehn Baureihen bis 2028
8 Jahre bzw. 200.000 km Garantie


Da Geely erst seit 2026 in Deutschland aktiv ist, umfasst die reale Modellpalette hierzulande bislang drei Baureihen. Jede Karte führt zur Übersicht der Modelle nach Fahrzeugtyp weiter unten auf dieser Seite.
1986–1996
Li Shufu gründet Geely 1986 in Taizhou in der chinesischen Provinz Zhejiang, zunächst als Hersteller von Kühlschrankteilen. Mit geliehenem Geld von der eigenen Familie baut er das Unternehmen auf. 1994 steigt Geely in die Motorradproduktion ein und wird zum ersten privaten chinesischen Hersteller von Motorrollern.
1997–2000
1997 errichtet Geely die ersten Werke für den Automobilbau und wird damit Chinas erster privater Pkw-Hersteller. Die offizielle staatliche Produktionslizenz folgt im November 2001.
2003–2009
2003 wird die Zhejiang Geely Holding Group als Dachgesellschaft gegründet, größtenteils im Besitz von Li Shufu. In diesen Jahren wächst Geely zu einem der größten chinesischen Automobilhersteller heran.
2010
Geely übernimmt die schwedische Marke Volvo Cars von Ford. Es ist bis heute der bekannteste Zukauf des Konzerns und verschafft Geely Zugang zu europäischer Sicherheits- und Plattformtechnik.
2013–2017
2013 übernimmt Geely den britischen Taxihersteller London EV Company (LEVC), 2017 folgt die Mehrheitsbeteiligung am Sportwagenhersteller Lotus sowie eine Beteiligung am malaysischen Hersteller Proton.
2018–2021
2018 steigt Geely-Gründer Li Shufu mit rund 9,7 Prozent bei der Mercedes-Benz Group ein und wird größter Einzelaktionär. 2019 gründen Geely und Mercedes-Benz ein Gemeinschaftsunternehmen für die Marke Smart. 2021 startet mit Zeekr die eigene Elektro-Tech-Marke des Konzerns.
2026
Geely Auto startet unter eigenem Namen offiziell in Deutschland, mit Zentrale im hessischen Raunheim. Zum Marktstart stehen der vollelektrische E5 und der Plug-in-Hybrid Starray EM-i bereit, im September folgt mit dem E2 ein drittes, günstigeres Elektromodell. Bis 2028 sind mehr als zehn Baureihen für den deutschen Markt angekündigt.
| Modell | Fahrzeugtyp | Motoren | Leistung (PS) | Kofferraum (l) | Neuwagenpreis ab |
|---|---|---|---|---|---|
| Geely E2 | Kleinwagen | Elektro | 82–116 | 375–1.320 (+70 l Frunk) | 19.990 € |
| Geely E5 | Kompakt-SUV | Elektro | 218 | 461 | 37.990 € |
| Geely Starray EM-i | Kompakt-SUV | Benzin/Elektro (Plug-in-Hybrid) | 262 (Systemleistung) | 528–2.065 (+100 l Kellerabteil) | 32.990 € |
Neuwagenpreise sind unverbindliche Listenpreise des Herstellers, keine FINN Abo-Raten. Stand: 22.10.2026.
Geely bringt seine beiden vollelektrischen Modelle über die GEA-Plattform („Global Energy-efficient Architecture“) auf die Straße, die speziell für elektrifizierte Antriebe entwickelt wurde.
| Modell | Fahrzeugtyp | Motoren | Leistung (PS) | Kofferraum (l) | Neuwagenpreis ab |
|---|---|---|---|---|---|
| Geely E2 | Kleinwagen | Elektro | 82–116 | 375–1.320 (+70 l Frunk) | 19.990 € |
| Geely E5 | Kompakt-SUV | Elektro | 218 | 461 | 37.990 € |
Neuwagenpreise sind unverbindliche Listenpreise des Herstellers, keine FINN Abo-Raten. Stand: 22.10.2026.
Wer online nach Geely recherchiert, stößt schnell auf verwirrende Zusatznamen. Grund dafür ist, dass Geely seine Modelle international unter unterschiedlichen Bezeichnungen vermarktet. Der E5 trägt in anderen Märkten die Bezeichnung EX5 und war das erste Geely-Modell mit vollständiger EU-Typgenehmigung. Der E2 heißt in China Geely Galaxy Xingyuan und wird in Brasilien als Geely EX2 verkauft. Für den deutschen Markt sind ausschließlich die Namen E2, E5 und Starray EM-i relevant.
Zack Zhang
Managing Director Geely Auto Deutschland
Auf der Paris Motor Show im Oktober 2026 hat Geely mit dem Monjaro EM-i sein neues Flaggschiff-SUV im D-Segment vorgestellt und damit auch den europäischen Marktauftritt des Modells offiziell gemacht. Ein Starttermin für Deutschland steht noch nicht fest.
Ebenfalls für Ende 2026 geplant ist eine Limousine im C-Segment mit Plug-in-Hybrid-Antrieb, die das Sortiment nach unten in Richtung Kompaktklasse abrundet. Hierfür liegt noch kein offizieller Modellname vor.
E2 und E5 nutzen LFP-Akkus (Lithium-Eisenphosphat) in Geelys Short-Blade-Technologie. Beim E2 stehen zwei Akkugrößen (35 und 47 kWh) zur Wahl, beim E5 reicht die WLTP-Reichweite je nach Version bis zu 475 km.
Der Starray EM-i kombiniert einen 1,5-Liter-Vierzylinder-Benziner (73 kW/99 PS) mit einem Elektromotor (160 kW/218 PS) zu einer Systemleistung von 262 PS. Die rein elektrische Reichweite liegt je nach Batterievariante zwischen 83 und 136 km.
Geely gibt auf Fahrzeug und Antriebsbatterie durchgängig 8 Jahre bzw. 200.000 km Garantie. Serienmäßig sind sieben Airbags sowie Fahrer- und Insassenüberwachungssysteme verbaut.
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Zur Geely Holding gehören neben der Kernmarke Geely Auto unter anderem Volvo, Polestar, Lotus, Lynk & Co und die Elektro-Tech-Marke Zeekr. Zusätzlich hält Geely eine 50-Prozent-Beteiligung an Smart im Gemeinschaftsunternehmen mit Mercedes-Benz sowie eine Minderheitsbeteiligung an Aston Martin.
Ja, seit 2026 ist Geely mit eigenem Händler- und Servicenetz in Deutschland aktiv. Bestellbar sind aktuell die Modelle E2, E5 und Starray EM-i.
Geely-Gründer Li Shufu ist mit rund 9,7 Prozent größter Einzelaktionär der Mercedes-Benz Group. Seit 2020 kooperieren Mercedes-Benz und die Motorenorganisation von Geely und Volvo bei der Entwicklung effizienter Hybrid-Antriebssysteme. Daraus ist unter anderem der elektrifizierte Vierzylinder-Ottomotor der Baureihe M252 entstanden, der für die neue Mercedes-Plattform MMA in China gefertigt wird.
Geely bietet auf seine aktuellen Modelle eine Garantie von 8 Jahren bzw. 200.000 Kilometern auf Fahrzeug und Antriebsbatterie, eine im Vergleich zu vielen Wettbewerbern überdurchschnittliche Absicherung. Tests bescheinigen E5 und Starray EM-i solide Verarbeitung und ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bei durchschnittlicher bis guter Reichweite.
Geely wird wie das englische Wort „jelly“ ausgesprochen, also etwa „Dschie-li“.
Die aktuellen Modelle für den deutschen Markt werden in China produziert. Ab 2028 ist im Rahmen eines Joint Ventures mit Ford auch eine Fertigung im Ford-Werk Valencia geplant.
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